Hoch, höher, am Höchsten

Wer hat ihn noch nicht gesehen – den Thyssen-Krupp-Turm – in Rottweil. Man sieht ihn schon von der Ferne, von der Autobahn aus oder anderen Punkten in der Gegend.
Um mehr über dieses Bauwerk und seinem  Zweck zu erfahren fuhr der Frauenclub am Samstag, den 31. 9. 2019, umweltschonend mit Bus und Bahn, nach Rottweil.
Bei schönstem Sonnenschein war man gespannt, was einen erwartet.

Die Aussichtsplattform ist mit 232 m Höhe immerhin 80 m höher als die des Stuttgarter Fernsehturmes und ist somit die höchste Besucherplattform Deutschlands. Sie bietet bei jedem Wetter, bei Wolken, Sonnenschein oder Regen, immer eine spektakuläre Rundumsicht zum Schwarzwald, der Schwäbischen Alb und ins Schwabenland.

… der Turm im Gegenlicht

Der Bau wurde im Juni 2014 begonnen und im Herbst 2017 fertiggestellt. Zuerst ging es 32 m in die Tiefe, anschließend 246 m hoch hinauf.  Er ist der weltweit zweithöchste Testturm für Aufzugsanlagen. Täglich wuchs der Turm um ca. 3,5 m, dabei wurde extra ein Panoramaschacht für den Besucheraufzug ausgespart. Ca 40 Mio. Euro waren die Kosten um 15 000 Kubikmeter Beton und 2 500 Tonnen Stahl zu verbauen.

Etwas ganz besonderes war die Montage der Außenhaut. Die Architekten verkleideten den Beton Schaft mit einer Hülle aus Glasfasergewebe die mit Teflon beschichtet ist . Diese Membran hat zwei Funktionen: Sie gibt dem Turm seine leichte und filigrane Erscheinung und somit je nach Tages- und Jahreszeit und Wetterlage eine eigen Anmutung. Noch wichtiger ist die zweite Funktion: Sie leitet die Windkräfte um und hilft dadurch mit, das Schwanken des Turmes zu reduzieren. Er kann bis zu 75 cm schwingen – ein 240 Tonnen schweres Pendel gleicht diese Bewegungen aus.

Spannend ist ebenfalls das Innere. Der eigentliche Zweck des Gebäudes dient den Tests und Entwicklungen von Aufzugsinnovationen. In 12 Schächten werden Aufzüge mit Geschwindigkeiten bis zu 18 m pro Sekunde getestet.
Eine Neuerung ist der Schacht des MULTI. Er funktioniert ohne Seile. “Hier wird der Transrapid mit dem Paternoster kombiniert” war die Aussage. Der MULTI wird horizontal und vertikal bewegt und braucht daher wesentlich weniger Platz.

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Altstadt von Rottweil

In einer halben Minute brachte uns der konventionelle Aufzug mit einer Geschwindigkeit von 8 m/sec hoch zur 232 m hohen Aussichtsplattform. Bauchkribbeln ist Fehlanzeige, sanft glitt die Kabine in die Höhe. Der Rundblick war grandios. Alle waren ob dieser Aussicht restlos begeistert.

… ein Teil der Gruppen auf der Plattform

 

 

 

Im Besucherraum gab es noch kurze Videos über Rottweil und den Turm zu sehen.

Im Anschluss an die Turmbesteigung fand man etwas Zeit um in die Stadt zu gehen.

… Eisbecher und Kaffee tun gut
… schöne Häuserfront

Sie ist die älteste Stadt Baden-Württembergs, liegt etwa 90 Kilometer südlich von Stuttgart. Die römische Siedlung auf dem Stadtgebiet von Rottweil wurde im Jahre 73 n. Chr. von den Römern gegründet. Rottweil gilt damit als die älteste Stadt Baden-Württembergs.
Über die Region hinaus bekannt ist die ehemalige Freie Reichsstadt für ihre Fasnet, die auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblicken kann und zu den prächtigsten der schwäbisch-alemannischen Fasnet gehört.

 

 

Voll der Eindrücke fuhr man dann wieder ins heimatliche Rielingshausen mit der Gewissheit, etwas Besonderes gesehen zu haben.