Mittelalter, Natur und Technik – Insel Reichenau

Die Insel Reichenau stand auf dem Ausflugsprogramm des Frauenclubs. Am Dienstag, den 25. Juni 2019 ging´s mit leichter Verspätung von Marbach nach Ludwigsburg und von dort mit dem Bus weiter über die Autobahnen A8 und A81 Richtung Süden. Das Wetter war an diesem Tag extrem sonnig und heiß. Es war ein richtiger Sommertag.

Auf der Insel Reichenau angekommen wartete schon unsere Expertin (sie ist Kunsthistorikerin) um uns die St.-Georgs-Kirche des Klosters Reichenau vorzustellen und zu erklären.

Klosterkirche St. Georg

Das Kloster Reichenau war eine Benediktinerabtei in Mittelzell auf der Insel im Bodensee. Es wurde 724 gegründet und war ab 1540 Priorat des Konstanzer Bischofs. Es zählt neben St. Gallen und Fulda zu den bedeutendsten Klöstern der karolingischen Zeit. 1757 wurde das Kloster aufgehoben, 1803 verließen die letzten Mönche die Insel.

 

 

 

… Wandmalereien

Die Bilder im Langhaus der St. Georgs-Kirche an den Längsseiten sowie an der Nord- und der Südwand überstanden gut erhalten die Jahrhunderte seit ihrer Entstehung zu einem noch immer unbekannten Zeitpunkt zwischen dem Ende des 9. und dem Ende des 10. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen betitelte Szenen aus dem Leben Jesu, die den Evangelien entnommen sind.

 

 

… Wandmalereien
… Wandmalereien

Die Führung erklärte uns die einzelnen Wandbilder mit den Zyklen der Heilungen die Jesu vollbrachte. Die Farben sind original aus dem 9. Jahrhundert und daher etwas verblasst, jedoch nach wie vor aussagekräftig und sehr beeindruckend.

 

… Weingärten
… Weingärten mit See

Anschließend ging´s per Bus durch die drei Ortsteile von Reichenau. Vorbei an gepflegten Gärten und Feldern, Obstplantagen und Weingärten. Die Insel Reichenau ist ca. 4,3 km² groß, Landwirtschaft wird auf ca. 120 ha und Weinbau auf ca. 20 ha betrieben.

Man konnte die Lastwagen sehen die die Produkte erntefrisch von den Höfen abholten um sie zu den Händlern zu bringen.

Die Zeit drängte und so fuhr der Bus weiter nach Radolfzell. Einkehr wurde gehalten in einem sehr heimeligen Lokal: „Omas Küche im Liesele“. Es ist mit alten Küchenutensilien dekoriert und serviert traditionelle deutsche Gerichte. Nach dem Essen war Füße vertreten angesagt. Radolfzell hat z. B. den höchsten Kirchturm am Bodensee mit 82 m Höhe. Am Strand konnte man den Wasservögeln beim Nestbau zuschauen.

… es wird Schatten gesucht
… warten auf da Solarboot
… bei der Hitze ideal, das Bett im Wasser

 

 

 

… das Sonnenboot – Die HELIO

Anschließend brachte uns das Solarboot „Die HELIO“ zur Halbinsel Mettnau. Die Mettnau ist eine Halbinsel und befindet sich östlich der Stadt Radolfzell, zwischen dem Markelfinger Winkel und dem Zeller See. Ein großer Teil der Halbinsel ist Naturschutzgebiet und bietet eine Vielzahl von Vogelarten Schutz.

… Strandcafe Mettnau

Die Fahrt mit dem Sonnenboot war angenehm ruhig. Man hörte keinen Motor und konnte somit den herrlichen Sonnenschein genießen. Da es sehr heiß war fanden die vom Kapitän angebotenen Getränke reißenden Absatz.

Mit dem Reisebus fuhr man dann zurück. Gegen 20 Uhr waren wir wieder in Marbach angelangt.
Ein schöner Ausflugstag war zu Ende.