Besichtigung der Burg Lichtenberg (Oberstenfeld)


Es regnete und war kalt am 5. April 2008 – typisch Aprilwetter – als sich der Frauenclub aufmachte um die Burg Lichtenberg (bei Oberstenfeld) zu besichtigen. Alle kannten die Burg, die sich oberhalb von Oberstenfeld weithin sichtbar über dem Bottwartal erhebt. Da sie noch bewohnt und für einen allgemeinen Publikumsverkehr nicht geöffnet ist, war es umso interessanter das Gebäude von innen anzuschauen.

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Die Damen wurden vom Burgherrn Freiherr von Weiler empfangen. Er begann mit der Führung am Eingangstor an der Grabenbrücke. So erklärte er, dass die Burg um 1197 erbaut wurde. Im Jahre 1483 ging die Burg in den Besitz der Familie Dietrich von Weiler. Seit dieser Zeit sind diese Eigentümer der Anlage. Die Burg wurde nie in einem Krieg zerstört. Die einzigen Beschädigungen waren die durch 20 Panzersprenggranaten am 19. 4 1045, verursacht von amerikanischen Panzern. Um weiteres Unheil von der Burg abzuwenden, hisste die Mutter des heutigen Burgherrn, Baronin Marie Luise von Weiler, eine schwedische Fahne! Daraufhin wurde das Feuer eingestellt. Diese mutige Tat hat die Burg vor weiteren Zerstörungen bewahrt.
Als nächstes war die alte Burgkapelle zu bewundern. Sie ist dem Hl. Laurentius geweiht. Im Jahre 1960 wurden bei Renovierungsarbeiten die Fresken in der Kapelle freigelegt. Die ältesten sind aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts datiert.

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Bilder vom Inneren und der Außenanlage


Die weiteren Räumlichkeiten waren der Rittersaal sowie das Restaurant. Der sogenannte Rittersaal war die Mannschaftshalle, die Dürnitz. Hier waren vor allem die aus dem 13. Jahrhundert stammenden mächtigen Deckenbalken zu bewundern.
Im Westflügel sind ebenerdig die Küche und das Restaurant untergebracht. Hier können bis zu 100 Personen bewirtet werden. Alle diese Räumlichkeiten können für Feste wie Hochzeiten, Jubiläen oder Vereinsfeierlichkeiten angemietet werden.
Der krönende Abschluß der Tour war die Besteigung des mächtigen, ca. 30 m hohen, Bergfrieds. Leider war die Sicht durch den Regen stark beeinträchtigt. So konnte man nicht das Bottwartal mit seinen Weinbergen und unser schönes Schwabenland bewundern.
Die Besichtigung hat einmal mehr gezeigt, dass es in unserer unmittelbaren Umgebung noch einiges Unbekannte zu entdecken gibt.

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