Baden-Baden

mehr als eine reiche Stadt und “Rien ne va plus”.

Man verbindet Baden-Baden sofort mit Begriffe wie – mondäner Badeort im Schwarzwald für die Reichen und Schönen, Spielcasino um richtig reich oder bettelarm zu werden und die Sendeanstalt des SWR. Um all dies zu sehen und erklärt zu bekommen machte sich der Frauenclub am 9. März 2019 auf die Stadt zu besuchen.

Der Besuch begann mit einer Stadtführung und dem Besuch des Casinos und endete mit der Besichtigung der Studios des SWR.

… bei der Ev. Stadtkirche
… das Museum Frieder Burda in der Lichtentaler Allee
… vor dem Theater am Goetheplatz

 Die Stadt Baden-Baden kann auf eine 2.000-jährige Geschichte als Bäderstadt zurückblicken. Ihre Glanzzeit als „Sommerhauptstadt Europas“ liegt im 19. Jahrhundert. In dieser Zeit entwickelte sie sich zum Zentrum für eine internationale Klientel: Adelige und reiche Bürger, Industrielle und Künstler, Gesunde und Kranke der Oberschicht suchten die Stadt an der Oos auf und prägten mit ihren Ansprüchen und Interessen das gesellschaftliche Leben. Die Bauwerke dieser Zeit bestimmen heute noch das Stadtbild. Es sind dies u.a. das Kurhaus mit Casino, der Musikpavillon, die eleganten Hotels sowie die öffentlichen Thermalbäder.

Kurhaus mit Casino Baden-Baden

… vor dem Kurhaus
… der Eingang zum Casino am Kurhaus

Das Kurhaus mit der markanten Säulenfront ist seit seiner Eröffnung 1824 der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Baden-Baden. Es wurde im Stil des Klassizismus errichtet. Ursprünglich beinhaltete das Kurhaus verschiedene Gesellschaftsräume, ein Theater, Lesekabinette und ein Restaurant. Auf Veranlassung des französischen Spielbankpächters Edouard Bénazet (1801 – 1867) wurden Mitte des 19. Jahrhunderts einige Innenräume, die heutigen Spielbanksäle, im neobarocken Stil ausgestattet.

Rien ne va plus – Nichts geht mehr” gilt im Casino allein für das Spiel.

… am Roulette-Tisch

Das Casino Baden-Baden ist Deutschlands traditionsreichstes und bekanntestes Spielcasino. Es repräsentiert seit fast 200 Jahren in besonderem Maße luxuriösen Anspruch und Erlebnischarakter einer Spielbank. Mit seinen französischen Wurzeln und den Räumlichkeiten im klassizistischen Kurhaus von Baden-Baden, steht es in einer für Deutschland einmaligen Tradition. Nur hier findet sich das typische, internationale Casino-Flair.

Bilder aus dem Casino

  Die Trinkhalle steht für die zunehmende Bedeutung der Trinkkur im 19. Jahrhundert. Die 14 Wandfelder der Loggia schmückte der Maler Jakob Götzenberger (1802 – 1866) mit Darstellungen aus der oberrheinischen Sagenwelt. Der Trinkbrunnen wurde über Rohre mit Thermalwasser vom Schlossberg versorgt.

… die 90m lange Wandelhalle
… Portal der Trinkhalle

Das Neue Schloss liegt oberhalb des Stadtzentrums auf einem Plateau des Florentinerbergs. Am Florentinerberg entspringen die 28 heißen Thermalquellen, die Baden-Baden so berühmt gemacht haben. Vom späten 15. Jahrhundert bis zu seiner Zerstörung im Jahr 1689 war es Sitz der Markgrafen von Baden. Seit 2004 befindet sich das denkmalgeschütze Gebäude im Besitz der kuwaitischen Al-Hassawi-Gruppe.

… Bilder der Stadt

Der zweite Teil unseres Ausfluges war der Besuch des SWR.

Der Südwestrundfunk (SWR) ist eine Landesrundfunkanstalt mit drei Hauptstandorten in Baden-Baden, Mainz und Stuttgart, wobei letzterer als Verwaltungssitz dient. Das 1998 gegründete Medienunternehmen ist die zweitgrößte Rundfunkanstalt der ARD nach dem WDR – und für die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zuständig.

… vor dem Besucherzentrum

Die Tour durch die Studios begann mit einer allgemeinen Information über die diversen Radio- und Fernsehformate des Senders und ihrer Bedeutung. Jeder von uns sieht täglich Sendungen oder hört seine bestimmten Radioprogramme ohne genau zu wissen wie diese produziert werden. Deshalb wurden auch die neuesten Aufnahmetechniken in den diversen Studios erklärt.

Der anschließende Rundgang durch die Studios war sehr lehrreich, vor allem wenn man deren Aufbauten sieht. Spannend zu sehen war mit welch großem  Aufwand an Equipment und Personal die bekannten Sendungen wie „Kaffee oder Tee“, „ARD Buffet“ oder „Sag die Wahrheit“ erstellt werden.

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… durch die SWR-Studios

Jeder war begeistert den „Fallers“ einen Besuch abzustatten. Es ist schon erstaunlich wie groß der Unterschied der Sendung am Fernsehschirm gegenüber den Studioaufbauten ist. Es werden halt Illusionen für uns Zuschauer erzeugt.

… in der Küche bei den Fallers
… im Ochsen bei den Fallers
… im Ochsen bei den Fallers

Voll den Eindrücken von Baden-Baden, des Casinos und vor allem beim SWR trat man dann wieder die Heimreise an.
Um es mit den Worten von Hans Rosenthal zu sagen:

„Dieser Tag war Spitze!“