Unterwegs mit einer Kräuterexpertin

Am Samstag den 25. Juli 2015 lud der Frauenclub zum Wildkräuter-Lehrgang um Rielingshausen ein. Unterwegs lernten wir bekannte und unbekannte Wildkräuter kennen.

« 1 von 2 »

Hier sind einige dieser Kräuter und ihre Wirkung auf den Menschen beschrieben:
Der Löwenzahn hat Bitterstoffe, gut für den Darm.
Der Spitzwegerich – die Heilpflanze 2014 – gilt als ein Heilmittel bei Wunden und Verbrennungen.
Der Breitwegerich dient als Hustensaft und hilft beim Abhusten. Ausserdem ist er gut gegen müde Füße. Man muss ihn schneiden, mit Waldhonig mischen und einige Zeit stehen lassen.
Die Pimpernelle bindet Bakterien mit ihren Gerbstoffen.
Gänse- und Fünffingerkraut ist wohltuend bei Krämpfen.
Der Meerrettich mit seinem Inhaltsstoff Senföl- er gehört zur Familie der Kreuzblütler, wie auch Kresse, Raps und das Wiesenschaumkraut – dient der Infektabwehr und ist somit antibiotisch.
Die Brennnessel hat einen grünen Farbstoff und viel Eisen. Sie hat viele Vitalstoffe wie  z.B. Omega III Fettsäure und Vitamin C. Sie kann zum Spinat zugegeben werden. Manche behaupten, es sei Ginseng pur. Die Brennnessel kann getrocknet werden und kann damit auch im Winter verwendet werden.
Der Sauerampfer wurde leider nicht gefunden. Die Saison war im Mai.
Der Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut hat u.a. Kieselsäure gegen Organgenhaut. Er wird 15 Minuten gekocht und als Bad verwendet.
Bekannt war die Kamille, Schafgarbe und der Beifuß mit ihren ätherischen Ölen.
Der Holunder mit den Farbstoffen – tiefrot – und ist gut für die Immunabwehr.
Ebenso wie die Schwarze Johannisbeere und Brombeere. Sie unterstützen die Collagenbildung und die Funktionszellerneuerung.
Der Himbeere wird ebenso die Stärkung des Immunsystems – Kampf gegen freie Radikale – nachgesagt. „Krebs mag keine Himbeeren!“
Petersilie, Karotte, Kerbel usw. gehören zur Familie der Doldenblütler. Sie sind gut für den Magen.
Der Lavendel als Lippenblütler ist gegen Pilzerkrankungen und Viren.
Die Zitronenmelisse hilft gegen Herpes.
Die Kochrose (Buschrose) ist sehr wohlduftend. Blütenblätter hacken, mit Zitrone und Öl verfeinern.
Hibiskus, Malve, Königskerze und Eibisch helfen gegen Reizhusten.

Frau Nafzger beim Erklären

Dennoch rät die Expertin Frau Nafzger zum achtsamen Umgang mir den Wildkräutern. Wer keinen geübten Blick dafür hat, sollte beim Sammeln etwas vorsichtig sein. So gibt es bei den Pflanze Doppelgänger die sogar giftig sein können. Beim Bärlauch sind dies die giftigen Maiglöckchen und die Herbstzeitlose.
Die Nähe zu Straßen eignen sich nicht zum Sammeln ebenso Wiesen und Wegränder auf denen Hunde ihre Hinterlassenschaft abgeben.

 

 

Am Ende des zweistündigen Rundgangs waren alle Teilnehmerinnen begeistert. Frau Nafzger wurde für das nächste Jahr (April7Mai) 2016 schon für den nächsten Kurs “Wildkräuter im Wald und am Bach” gebucht.