Stadtführung in Schwäbisch Gmünd

   Am Samstag den 27. März 2010, gegen 9:00 Uhr machte sich die Reisegruppe des Frauenclubs auf, die alte schwäbische Stadt Schwäbisch Gmünd zu besuchen. In der Zwischenzeit ist es bereits Tradition wenigstens einmal im Jahr eine Stadt in der näheren Umgebung zu erkunden. Heinz Fütterling, Ehemann unseres Mitgliedes Lore Fütterling, hat dies organisiert. Er hat sich spontan bereiterklärt diesen Part zu übernehmen, da es seine Heimatstadt ist.
Durch das Remstal, vorbei an Kloster Lorch, führte der Weg direkt nach Schwäbisch Gmünd. Der erste Höhepunkt war der Aufstieg zur Prozessionskirche St. Salvator. Der Weg ist gesäumt von einzelnen Kreuzwegstationen aus dem 18. Jahrhundert mit seinen z.T. überlebensgroßen, farbig gefassten Figuren aus der Passionsgeschichte. Den Salvator als Prozessionskirche baute der Gmünder Kirchenbaumeister Caspar Vogt ab 1617 aus schon vorhandenen Höhlen zu einer Ober- und Unterkapelle aus. Sehenswert in der Oberkapelle sind die aus dem Fels gehauene Ölberggrotte sowie ein Kalvarienberg in der Unterkapelle.
Weiter ging es durch den Stadtgarten zum Rokokoschlösschen, dem Fünfknopfturm, der Bocksgasse (Fußgängerzone), vorbei am Prediger zum Marktplatz. Leider war es nicht möglich die Johanniskirche und seinen Turm zu besichtigen.Heinz Fütterling erzählte allerdings vor dem Marienbrunnen die Geschichte seiner Familie. Es war spannend zu hören, dass die letzte Bewohnerin des Turmes der Johanniskirche seine Großmutter war. All dies ist in der Chronik von Schwäbisch Gmünd nachzulesen.

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Bilder vom Stadtrundgang

Im Stadtpark rezitierte Margarete Jeutter das Gedicht “Der Geiger von Gmünd” von Justinus Kerner. Sie erzählte, dass zu ihrer Schulzeit in Gmünd alle Kinder dieses Gedicht lernen mussten.
Nach einer Mittagspause war die Besichtigung Heiligkreuz Münsters und des „Ott-Pauserschen Fabrik Museums“ angesagt. Das Münster wurde in der Zeit zwischen 1315 und 1521 an der Stelle einer vorromanischen Kirche errichtet. Es wurde von der Baumeisterfamilie Parler gebaut.

Gegenüber dem Kornhaus steht ein einmaliges Zeugnis der Indistrualisierungs- und Wirtschaftsgeschichte: das Museum Silberwarenfabrik Ott-Pauser. Als älteste noch erhaltene Gmünder Fabrik wurde das Gebäude 1986 Kulturdenkmal und 1992 Museum. Die gesamte Einrichtung und alle Maschinen sind original erhalten und intakt.

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Bilder aus dem Ott-Pauserschen Fabrik Museum

 

 

 

Die Ottsche Fabrik war eine der vielen Silberwarenfabriken im Ort. Für alle interessant war zu sehen mit welchen Maschinen und Hilfsmitteln, zu Teil für die heutige Zeit sehr einfachen, die wertvollen Silberwaren wie Tafelsilber, Kerzenleuchte, Vasen etc. hergestellt wurden. Für jeden war sichtbar unter welchen Bedingungen die Menschen damals diese doch ungesunde Arbeit verrichten mussten.
Nach diesem Besuch ging es zurück zu den PKW’s. Der Besuchstag in Schwäbisch Gmünd war damit zu Ende. Die Gruppe dankte dem Ehepaar Fütterling für die interessante und spannende Führung. Es war wie immer eine gelungene Veranstaltung des Frauenclubs.