Japan
ein unbekanntes und doch nahes Land

Raimund Schleicher hat den Jahreswechsel in Japan erlebt und in Rielingshausen am Freitag, den 20. Mai 2011 davon berichtet.

2011-05-20-0010Einen reich bebilderten und wortgewandten Vortrag bot am Freitagabend Raimund Schleicher in der Gaststätte “Gaumenfreuden” in Rielingshausen. Über den Jahreswechsel 2010/2011 war er in Japan und schilderte nun auf Einladung des Frauenclubs Rielingshausen Eindrücke und Erlebnisse seiner Reise

Seit 17 Jahren ist er Mitglied der Karateabteilung Rielingshausen. Mit der Bitte um eine Spende für “Karate hilft Japan” begann er den Vortrag. “Wir wollen nicht nur Karate trainieren, sondern auch helfen”, erklärte Raimund. Schon seit Jahren hatte er von einer Reise ins Land der aufgehenden Sonne geträumt und sich diesen Wunsch endlich erfüllt. Basierend auf einem Fotobuch seiner Reise, stieg er in den Vortrag ein. Humorvoll und realitätsnah erzählte Schleicher von ersten Begegnungen mit Japanern, die sich mit Erdinger Weißbier im Duty-Free-Shop eindeckten oder den kompletten Flug verschliefen.
Immer noch fasziniert schilderte er die Ordnung in der Millionenmetropole Toki. Ob nun beim Schlangestehen am Bahnhof oder das perfekt durchstrukturierte Verkehrssystem – Schleicher ließ kein Beispiel aus. Bekanntschaft machte er mit teechnologisch hoch entwickelten Toiletten, einem Überangebot an Werbetafeln und Sushi-Restaurants. Die Restaurants in Japan stellen beispielsweise Wachsnachbildungen des Essens aus.

 

Ein beeindruckendes Schauspiel waren für ihn auch die Zebrastreifen. Diese verlaufen dort nicht wie in Deutschland einfach gerade über die Straße, sondern stattdessen in alle Himmelsrichtungen. Nicht nur Staus aufgrund der zahlreichen Autos sind hier an der Tagesordnung, es gibt auch Fußgängerstaus.: “Dies zu beobachten ist auch über mehrere Stunden nicht langweilig.”
Weitere Eindrücke gewann er auf seiner achttägigen Reise in einem Shinto-Schrein, beim Besuch des Unesco-Weltkulturerbes Nikko (eine Anlage mit Tempeln und Schreinen) und vor allem bei seinem Besuch am Kaiserpalast. Jedes Jahr am 2. Januar zeigt sich die kaiserliche Familie, und jeder Besucher erhält dabei eine Japanfahne aus Papier. Mehrmals am Tag geschah dies auch in diesem Jahr. “Ein Meer an Köpfen”, beschrieb R. Schleicher die Situation. Ein Gefühl von Enge sei trotzdem nicht entstanden. Im Vergleich zu Veranstaltungen anderer Nationen verhielten sich die Japaner während der Zeit, in der die kaiserliche Familie zu sehen war, vollkommen ruhig. Nur vereinzelte “Banzai”-Rufe, die Freude und Glück für die nächsten 10 000 Jahre bringen sollen, waren zu vernehmen.
Abschließend betonte R. Schleicher immer wieder: ” Die Woche war unglaublich und die Eindrücke sitzen tief”.

Am Ende des Vortrages bedankte sich die 2. Vorsitzende des Frauenclubs, Ute Knödl, sehr herzlich für den gelungenen Abend.

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Inge Hüftle, Ute Knödl, Raimund Schleicher und Mirjam Wolf (v.l.n.r.)