Ausflug zum Christkindelsmärik in Straßburg

Dezember in Straßburg, das ist vor allen Dingen erst einmal ein riesiger Weihnachtsmarkt, der dieses Jahr zum. 438. Mal veranstaltet wird! Denn im Jahr 1570 trat, im Zuge des Straßburger Protestantismus, der gegen die “extravagante” katholische Tradition, die Heiligennamen hervorzuheben, ankämpfte, der „Christkindelsmärik“ an die Stelle des “St. Nikolaus“-Markts.
So hat sich am Samstag, den 27. Nov. 2010 der Frauenclub frühmorgens aufgemacht, diesen besonderen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Jeder war gespannt was so anders ist an diesem Christkindlmarkt gegenüber denen bei uns.
Als man mit dem Bus in Straßburg angekommen war, folgte man zunächst den Hinweisschildern “Marché Noël“, solange bis man dicht dran war am eigentlichen Zentrum von Straßburg mit dem Münster.

2010-11-27-0010 Muenster
das Münster

2010-11-27-0040 Maison Kammerzell

 

 

 

 

 

 

Die zauberhafte Stimmung, die Straßburg in diesen Wochen umgibt, ist tatsächlich einzigartig und hat die Reisegruppe sofort erfasst: Glanz und Magie, die sich vor allem am Spätnachmittag entfalten, wenn die Dunkelheit hereinbricht. Es ist, als würde sich die Stadt bewusst, dass die Sonnenkräfte schwinden, und nun neue Wärme, und neues Licht vonnöten ist. Die festlichen Schaufenster prunken mit den weihnachtlich geschmückten Fassaden um die Wette, und Düfte nach Zimt und Gewürzen rufen Kindheitserinnerungen wach.
Der eigentliche Weihnachtsmarkt erstreckt sich über mehrere Straßen und Plätze (insgesamt 10) der Innenstadt, dabei insbesondere den Place de Cathédrale und den Place Broglie. Dies ist der älteste Teil des gesamten Weihnachtsmarktes. Mehrere Hundert Händler halten für den Betrachter originelle Geschenkideen bereit und bieten traditionellen Weihnachtsschmuck für Tannenbaum und Krippe zum Verkauf. Aus diesem Grund hat sich dieser Weihnachtsmarkt die Ursprünglichkeit und die Seele der Weihnachtszeit bewahrt. Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Schleckereien, Glühwein, Krapfen.

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Bilder vom “Christkindelmärkit”

Aber das ist längst nicht alles. Auch zur kalten Jahreszeit ist es immer wieder schön einen besonders sehenswerter Stadtteil von Straßburg zu besuchen: „La Petite France“. „Das kleine Frankreich“ war einst das Gerber- und Fischerviertel der Stadt. Heute wartet es mit gut erhaltenem und stilvoll renoviertem Fachwerk auf.

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la Petite France
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Vier in La Petite France

Spätabends war jeder froh im beheizten Bus zu sitzen und mit vielen Eindrücken heimfahren zu können. Es ist wieder einmal ein schöner Ausflug zu Ende gegangen.